Vortrag „Heimat - Jean Améry“ von Sabine Gürtler und Horst Meier am 13.09.2026 um 17 Uhr
WIEVIEL HEIMAT BRAUCHT DER MENSCH?
Jean Améry, Schriftsteller und Auschwitzüberlebender, über Flucht und Exil
Vorgestellt von Horst Meier & Sabine Gürtler
Jean Amérys „Bewältigungsversuche eines Überwältigten“ handeln von der Existenz des Intellektuellen in Auschwitz, der Tortur und von jüdischer Identität. Sie erschienen erstmals 1966 in der Essaysammlung „Jenseits von Schuld und Sühne“ und gelten inzwischen als Klassiker der Auschwitzliteratur.
Ein weniger bekannter Essay reflektiert die Erfahrungen von Flucht und Exil. Jean Améry, geboren 1912 in Wien als Hans Maier, seit 1945 in Brüssel ansässig, fragt: Wieviel Heimat braucht der Mensch? Seine Antwort: Exil ist Angst – Heimat ist Sicherheit.
Horst Meier und Sabine Gürtler stellen den Text anhand ausgewählter Passagen vor. Sie laden dazu ein, Jean Amérys Nachdenken über den Verlust seiner Heimat auf die Lage der politisch Verfolgten unserer Tage zu beziehen.
Dr. Horst Meier,
Autor & Jurist (www.horst-meier-autor.de)
Dr. Sabine Gürtler, Philosophin & Pädagogin