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Der Museumsverein Synagoge Staudernheim e.V.

wurde am 24.9.1989 von Raymond Wolff, einem Nachkommen Staudernheimer Juden, und sechs weiteren Gründungsmitgliedern gegründet. Ziel war es, das Gebäude des ehemaligen Gotteshauses zu retten und einer würdigen Nutzung zuzuführen. Erst mit dem Erwerb des Gebäudes aus Privathand am 29.6.1995, finanziert durch das Vereinsmitglied Dr. Stefan König, kam man dem Ziel näher.

 

Die Außenmauern der Synagoge waren erhalten, doch das Dach und das Innere befanden sich in einem desolaten Zustand. Es gab weder Heizung noch Elektrizität und keine sanitären Anlagen. Das Sanierungskonzept entwickelte ein weiteres Mitglied, der Potsdamer Architekt Michael Bürger, der aus Bad Kreuznach stammt. Dabei wird nach aktuellen denkmalspflegerischen Gesichtspunkten vorgegangen. Die Idee ist es, ein Gebäude zu erhalten, in dem sich die Geschichte und die gesellschaftlichen Prozesse in Deutschland beispielhaft widerspiegeln, und es nach seiner Wiederherstellung kulturell zu nutzen. Die vorgefundenen Spuren aus der Nach- und Fremdnutzung werden daher aufgenommen, gesichert, herausgearbeitet und bleiben als „Wunden“ sichtbar.

 

Vereinsmitglied M. Bürger bei der Arbeit in der Synagoge, Foto: Christian Hartmann

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Die Restaurierung ist weitgehend abgeschlossen. Da sie, abgesehen von den Zuschüssen des Denkmalamts, primär ehrenamtlich und auf Spendenbasis erfolgte, kam sie nur schrittweise voran. Zahlreiche der heute etwa 50 Mitglieder und einzelne Ortsbewohner haben sich durch umfangreiche Arbeitseinsätze, Spenden und konzeptionelle Ideen intensiv an der Arbeit beteiligt. Es haben auch bereits erste Kulturveranstaltungen in der ehemaligen Synagoge stattfinden können. Mit Konzerten, Lesungen, Diskussionen und Ausstellungen möchte der Verein den Raum sinnvoll nutzen und in das Kulturleben der Region integrieren. Dabei sind auch andere Vereine und Gruppen herzlich eingeladen, sich daran zu beteiligen.

 

Die Satzung und der Mitgliedsantrag als PDF: